3.
VALIPAC
3.1. Resultate der Kartierung für 2024
Der jährliche Mapping-Bericht zeigt die Recyclingketten vom Sammler und Händler bis zum Endverwerter auf. 2024 konnte die Route von 66.365 Tonnen industriellen Kunststoffverpackungsabfällen für das Geschäftsjahr 2023 vollständig kartiert werden. Diese Kunststoffverpackungsabfälle wurden in Europa, im Fernost oder im Nahen Osten (insbesondere in der Türkei) verwertet. Die insgesamt erfasste Gesamtmenge ist im Vergleich zu den Kartierungsberichten für 2021 (+ 9.800 Tonnen), für 2022 (+ 3.100 Tonnen) und für 2023 (+ 1.756 Tonnen) gestiegen. Der Rückgang der recycelten Kunststoffverpackungsmengen industrieller Herkunft in Europa im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 ist größtenteils auf die steigenden Energiekosten in Europa zurückzuführen.
Berücksichtigt man die Abfallmenge, die direkt in die Endverarbeitung geht (29,5 %), zusammengenommen mit den 2024 erfolgten Bemühungen im Handel, erreicht die Rückverfolgbarkeit von Kunststoffabfällen für das Jahr 2023 insgesamt 98,7 %.
Im Jahr 2023 gingen 52,6 % der Menge an verwerteter Pappe direkt an einen Endabnehmer, und 40,3 % wurden von Operatoren oder Händlern gehandelt, mit denen Valipac einen Vertrag abgeschlossen hat. Ende 2023 hatte die zugelassene Stelle sieben Verträge mit Altkartonagenhändlern abgeschlossen. Für das Jahr 2023 erreichte sie damit für Kartonagen eine Rückverfolgbarkeit von 97,8 %, und die Bemühungen gehen unvermindert weiter.
3.2. Auditresultate
Die zugelassene Stelle führt seit 2021 Audits bei Verwertungsanlagen außerhalb der EU durch. Hierbei geht es sowohl um Kunststoff als auch Papier/Pappe.
2024 ließ die zugelassene Stelle bei Verwertungsanlagen für Kunststoffabfälle aus der Industrie 46 Audits durchführen. Dies ist auf Grundlage von Verträgen mit 19 Kunststoffabfallhändlern möglich. Die Gesamtzahl der bereits geprüften Unternehmen außerhalb der EU stieg damit auf 126 (darin enthalten sind 32 zweijährliche Re-Audits oder unangekündigte Audits von bereits zuvor überprüften Abnehmern). Die erheblichen Budgets, die Valipac zu diesem Zweck bereitgestellt hat, und die Bitte anderer europäischer EPR-Organisationen um Zusammenarbeit in diesem Bereich haben bisher zu einer formellen Zusammenarbeit mit den EPR-Organisationen für Verpackungen in den Niederlanden, Island, Irland und Luxemburg geführt.
Bei den Ergebnissen für 2023 berücksichtigt Valipac die Kunststoffmengen, die von Verwertungsunternehmen außerhalb der EU angenommen wurden, aber aufgrund von Mindestkriterien und eines negativen Prüfberichts nicht in die Verwertungsresultate einbezogen werden können.
Bis Ende 2024 hatten 9 Unternehmen (das sind 2 mehr als im Vorjahr) wegen eines negativen Auditergebnisses für Kunststoffe eine Verwarnung erhalten. Valipac setzte sie auf eine „schwarze Liste“ und verbreitete diese unter den Händlern, um das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und Abhilfemaßnahmen anzuspornen. Abfallentsorger können sich in ein Internetprogramm einloggen und ihre Bewertungsergebnisse abrufen, um sie so zu ermutigen, Abnehmer, die mit Unternehmen von der „schwarzen Liste“ Geschäfte machen, auszuschließen. Außerdem kann ein Betreiber so die Recyclingpauschalen für Entpacker bestmöglich sicherstellen.
3.3. Gesamtüberblick der Endbestimmungen
bei der Abfallverwertung
Im Jahr 2023 hatten die Materialien folgende Endbestimmungen: